Der Winter in Apulien bringt eine Atmosphäre von Wärme und Geselligkeit mit sich, perfekt um die traditionellen Pittule zu genießen. Diese köstlichen Bissen aus Hefeteig, die frittiert werden, bis sie goldbraun und knusprig sind, stellen eine wahre Spezialität der apulischen Küche dar. Ihre weiche Konsistenz innen und knusprige Außenseite ist das Ergebnis einer sorgfältigen Verarbeitung des Teigs, der aus Mehl, Bierhefe und einer Prise Salz besteht, eine Mischung, die sich mit der Wärme des Wassers anreichert und eine leichte und luftige Masse schafft. Die Pittule entstanden als Straßenessen, oft auf Märkten und Festen verkauft, sind aber auch perfekt, um sie zu Hause zuzubereiten, besonders während der Feiertage oder bei Familienfeiern. Die Tradition besagt, dass sie zu besonderen Anlässen serviert werden, wie am Tag des San Giuseppe, wo sie ein Symbol für Fülle und Gemeinschaft werden. Jede Familie hat ihre eigene Variante: Einige fügen Oliven hinzu, andere Kirschtomaten oder sogar Sardellen, was jede Zubereitung einzigartig und persönlich macht. Das Geheimnis für das Gelingen der Pittule liegt in der Geduld: Der Teig muss lange ruhen, damit die Hefe wirken kann und eine perfekte Konsistenz entsteht. Einmal frittiert, können diese Köstlichkeiten mit einem guten apulischen Rotwein serviert oder als schmackhafte Vorspeise für einen festlich gedeckten Tisch angeboten werden. Die Zubereitung der Pittule ist eine Geste der Verbundenheit, eine Möglichkeit, den authentischen Geschmack Apuliens auf den Tisch zu bringen und die Atmosphäre jedes Treffens zu erwärmen.
* ungefähre Werte pro Portion
Gießen Sie in eine große Schüssel das Mehl, das Salz, die zerbröckelte Hefe und heißes Wasser. Kneten Sie den Teig lange und kräftig mit einer Hand, bis er weich und cremig ist. Decken Sie ihn ab und schützen Sie ihn auch mit Wolltüchern vor Kälte. Lassen Sie ihn mindestens zwei Stunden ruhen, bis sein Volumen mehr als doppelt so groß ist. Nehmen Sie eine hohe Pfanne mit reichlich Öl und stellen Sie sie auf den Herd. Wenn das Öl gut erhitzt ist, nehmen Sie mit einem mit Öl gefetteten Teelöffel kleine Portionen Teig (so groß wie eine Walnuss) und frittieren Sie sie. Servieren Sie sie sehr heiß. Es gibt viele Variationen. In den bereits gegangenen Teig können Sie zum Beispiel: gekochte Blumenkohlstücke oder gekochten Stockfisch oder rohe, geschälte Muscheln oder Kapern zusammen mit rohen Tomaten und entgräteten Sardellenstücken mischen.