Wenn der Winter die Hügel der Emilia Romagna umhüllt, tritt der Schwarze Kuchen als süßes Symbol für familiäre Feierlichkeiten und besondere Anlässe hervor. Dieses Dessert, reich an gerösteten Mandeln und bitterem Kakao, fängt die Tiefe der Aromen einer Jahreszeit ein, die dazu einlädt, zu Hause zu bleiben, vielleicht um einen festlich gedeckten Tisch für ein Sonntagsessen zu versammeln. Die Zubereitung erfordert eine sorgfältige Technik: Die Mandeln, nachdem sie blanchiert und geröstet wurden, werden fein in einem Mörser gemahlen, wodurch eine Basis entsteht, die dem Kuchen eine einzigartige Konsistenz und ein umhüllendes Aroma verleiht. Die Zugabe von Kaffee und einer Prise Sassolino, einem typischen Likör der Region, bereichert den Teig zusätzlich und macht ihn perfekt, um eine Tasse Tee oder ein Glas Vin Santo zu begleiten. Der Schwarze Kuchen ist nicht nur ein Dessert, sondern ein Erlebnis, das die Tradition und die Wärme der Feste feiert, eine Möglichkeit, sich zu treffen und unvergessliche Momente zu teilen.
* ungefähre Werte pro Portion
Die Mandeln nach dem Blanchieren in kochendem Wasser schälen, einige Minuten im Ofen rösten und dann sehr fein in einem Mörser mahlen. In einer kleinen Schüssel vier Eigelb zusammen mit dem Zucker schlagen und dabei nacheinander alle Zutaten hinzufügen. Am Ende auch die steif geschlagenen Eiweiße unterheben. Den Teig ruhen lassen und in der Zwischenzeit einen Mürbeteig aus Mehl, der Hälfte der Butter, einem Drittel des Zuckers, einem Ei und einer Prise Salz zubereiten. Den Teig ruhen lassen, etwa 15 Minuten unter einem Tuch, dann eine zuvor gefettete Kuchenform damit auskleiden, wobei man darauf achten sollte, dass etwas Teig über den Rand hinaussteht. Die Füllung bis zum Rand der Form einfüllen und die überstehenden Teigreste am Rand anbringen. Bei moderater Hitze (180°) etwa 40 Minuten backen. Vor dem Servieren abkühlen lassen.
In Modena wird er "Torta Barozzi" genannt, nach einem Rezept des Architekten Barozzi, genannt "il Vignola".