Mit dem Einzug des Winters erwärmt sich die emilianische Küche mit herzhaften und traditionsreichen Gerichten wie den Anolini Piacentini. Diese Spezialität, typisch für die Provinz Piacenza, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie einfache Zutaten sich in ein umhüllendes Comfort Food verwandeln können. Die Anolini, kleine Ravioli gefüllt mit einer Mischung aus Fleisch und Aromen, werden in einer heißen Brühe serviert, ideal für kalte Abende mit der Familie. Die Zubereitung erfordert eine Kochtechnik, die ein langsam über drei Tage gegartes Stracotto aus Rindfleisch beinhaltet, wodurch sich die Aromen vermischen und intensivieren können. Das Anbraten in Butter, zusammen mit Zwiebel, Karotte und Sellerie, verleiht dem Gericht eine Geschmacksfülle, die schwer zu übertreffen ist. Serviert in einer reichen Brühe, verwandeln sich die Anolini in eine Umarmung von Wärme und Geselligkeit, perfekt für ein Sonntagsessen oder ein Abendessen mit Freunden. Mit einem Glas Rotwein, das die Mahlzeit abrundet, repräsentiert dieses Rezept das Wesen der emilianischen Küche, die aus Leidenschaft und echten Zutaten besteht.
* ungefähre Werte pro Portion
Für das Stracotto ein Stück gutes Rindfleisch in drei Etappen über drei Tage garen. Zubereiten, indem man es mit zwei Knoblauchzehen spickt, im Butter anbraten und eine kleine Zwiebel, eine Karotte, einen Selleriestängel, Salz und Pfeffer hinzufügen. Nach dem Anbraten mit einem guten Glas Rotwein ablöschen, den Wein einkochen lassen, Brühe hinzufügen und mindestens ein paar Stunden sanft köcheln lassen. Über Nacht ruhen lassen und am nächsten Tag für drei Stunden wieder auf den Herd stellen, das Ritual am dritten Tag wiederholen. Das entstandene Stracotto mit der Wiegemesser hacken, die verbleibende Sauce im Topf dient dazu, das Paniermehl anzurösten, das dann mit dem gehackten Stracotto, Eiern, Käse und Muskatnuss vermischt wird. Alles gut durcharbeiten, um einen homogenen Teig zu erhalten. Mit Mehl und Eiern den Teig zubereiten und dünn ausrollen, auf einer Seite des Teigs kleine Füllungsbällchen von etwa einem Zentimeter Durchmesser anordnen, fünf/sechs cm Abstand zwischen ihnen lassen. Den Teig über die Füllung klappen, um sie zu bedecken, und mit der entsprechenden Form in Quadrate oder Halbmonde schneiden. Dann die Anolini in einer Brühe aus Rindfleisch, Huhn oder Kapaun, Schweinefleisch kochen, aber Vorsicht, die drei Fleischsorten müssen separat gekocht werden und die erhaltenen Brühen werden später gemischt, wobei die Menge so dosiert wird, dass eine schmackhafte, aber nicht fettige, klare Brühe mit einem zarten Geschmack entsteht. Der klassische "Brühe in dritter".
Oder teilen über: